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Kletterschuhtest
Fuß von oben fotografiert mit erkennbar hohem Rist und schmaler Ferse

Der eigene Fuß – ein Anhalt

Der eigene Fuß: der erste Schritt zur passenden Kletterschuhwahl

Bevor man einen Kletterschuh kauft, lohnt sich ein Blick auf den eigenen Fuß – nicht nur auf die Länge, sondern auf die Form. Liest man Kletterschuhtests in Magazinen und im Netz, wird meistens aus der Sicht des jeweiligen Testers berichtet und über die Passform geurteilt. Mit etwas Glück bekommt man dazu eine Empfehlung, für welche Fußform und Größe der getestete Schuh taugt – aber ohne die eigene Fußform zu kennen, bleibt auch die beste Testempfehlung ein Schuss ins Blaue.

Lange Zeit habe ich meinen eigenen Fuß und seine Beschaffenheit selbst außer Acht gelassen und mich durch diverse „Zehenbrecher“-Modelle der Hersteller gequält. Irgendwann wurde klar: Es gibt bei unseren Füßen mehr Merkmale als bloß breit, normal und schmal. Zehenlänge und -reihenfolge, Risthöhe und Fersenform spielen alle mit hinein, wenn ein Leisten passt oder eben nicht.

Diese Seite trägt zusammen, was sich aus zig Testberichten über Fußformen wie ägyptisch, griechisch, quadratisch oder römisch herauslesen lässt – und zeigt am eigenen Fuß, breit, mit hohem Rist und schmaler Ferse, wie diese Merkmale in der Praxis über Wohl und Wehe eines Kletterschuhs mitentscheiden.

Worum es hier geht

Es geht um die eigene Fußform als Ausgangspunkt der Kletterschuhwahl: welche Zehenformen es gibt, wie Rist und Ferse zusätzlich über die Passform mitentscheiden, und warum die eigene Fußform bekannt sein sollte, bevor man sich Testberichte zu einzelnen Modellen anschaut.

Testberichte urteilen fast immer aus der Perspektive des jeweiligen Testers und dessen individueller Fußform. Wer die eigenen Merkmale – Zehenform, Rist, Ferse – kennt und einordnen kann, liest fremde Testurteile zur Passform deutlich zielgerichteter und spart sich so manche Fehlkäufe.

Der Beitrag

61 Wörter

Der hoher Rist und kleine Ferse sind erkennbar

Passende Kletterschuhe finden – Schritt 1

Grundsätzliches Problem der Objektivierung

Liest man diverse Kletterschuhtests in Klettermagazinen und auf einigen Seiten im Internet so wird meistens aus der Sicht des Testers berichtet und über die Passform geurteilt. Wenn man dann Glück hat, wird eine Empfehlung bezüglich Fußform und Größe der Kletterschuhe gegeben.

Themen in diesem Bereich

10 Beiträge geplant

  • Warum die eigene Fußform der Ausgangspunkt ist

    Kletterschuhtests in Magazinen und im Internet berichten meistens aus der Sicht des jeweiligen Testers und urteilen von dort aus über die Passform. Mit etwas Glück wird dazu eine Empfehlung bezüglich Fußform und Größe gegeben – wer die eigene Fußform aber nicht kennt, kann diese Empfehlung kaum sinnvoll auf sich übertragen.

    In Vorbereitung

  • Mehr als nur breit, normal oder schmal

    Lange wurde der eigene Fuß und seine Beschaffenheit bei der Kletterschuhwahl außer Acht gelassen, mit der Folge diverser unpassender „Zehenbrecher“-Modelle. Erst die Erkenntnis, dass es bei Füßen mehr Merkmale gibt als bloß breit, normal und schmal, ermöglicht eine gezieltere Auswahl.

    In Vorbereitung

  • Der ägyptische Fuß: der große Zeh ist der längste

    Beim ägyptischen Fuß gilt der große Zeh als der längste, die übrigen Zehen fallen der Reihe nach ab. Mehrere schmal und ägyptisch geschnittene Leisten sind gezielt auf diese Fußform mit langem großem Zeh ausgelegt.

    In Vorbereitung

  • Der griechische Fuß: der zweite Zeh ist der längste

    Beim griechischen Fuß – auch als Morton-Zeh bekannt – ist der zweite Zeh länger als der große. Kletterschuhe mit entsprechend geschnittener Zehenbox lassen für diesen überlangen zweiten Zeh gezielt mehr Platz.

    In Vorbereitung

  • Der quadratische (germanische) Fuß: Zehen etwa gleich lang

    Bei dieser Fußform sind die Zehen ungefähr gleich lang, statt in einer klaren Reihenfolge abzufallen. In den Testberichten wird diese Form häufig zusammen mit der Eigenschaft „breit“ genannt und dem germanischen Fuß gleichgesetzt.

    In Vorbereitung

  • Der römische Fuß

    Der römische Fuß taucht in den Testberichten regelmäßig neben dem quadratischen auf, oft sogar für denselben Fuß – die Übergänge zwischen diesen Bezeichnungen werden nicht immer trennscharf gezogen. Klar ist nur, dass er häufig mit einem eher breiteren Fuß in Verbindung gebracht wird.

    In Vorbereitung

  • Die Risthöhe als eigenes Merkmal

    Ein hoher Rist findet bei manchen Leisten zu wenig Platz, selbst wenn Zehenbox und Länge eigentlich passen würden. Ein hoher Rist braucht entweder ein nachgiebiges Obermaterial oder eine Schnürung, die sich weit genug öffnen lässt, um trotzdem bequem hineinzukommen.

    In Vorbereitung

  • Zwei unterschiedlich geschnittene Kletterschuh-Fersen im direkten Vergleich

    Die Fersenform: schmal, breit, voluminös

    Die Fersenform kann unabhängig von Zehenform und Rist variieren – manche Füße haben eine schmale, manche eine breitere Ferse. Das entscheidet mit darüber, ob im Fersenbereich des Schuhs Luft bleibt, wo genau der Druck aufliegt, und wie gut sich mit der Ferse hooken lässt.

    In Vorbereitung

  • Mein eigener Fuß als Beispiel

    Der eigene Fuß wird in den Testberichten wechselweise als quadratisch, germanisch oder römisch beschrieben – breit, mit hohem Rist und einer eher kleinen, schmalen Ferse. Dieses Beispiel zeigt, wie die einzelnen Merkmale zusammenkommen und warum ein Testurteil zur Passform immer im Abgleich mit der eigenen Fußform gelesen werden sollte.

    In Vorbereitung

  • Grenzen der Objektivierung: der Leisten bleibt Herstellersache

    So hilfreich die Einordnung in Fußformen ist, sie ersetzt nicht das Anprobieren. Jeder Hersteller und jeder Leisten setzt die Kategorien unterschiedlich um, und selbst innerhalb einer Marke unterscheiden sich Modelle in Volumen, Vorspannung und Zehenbox teils deutlich.

    In Vorbereitung

Häufige Fragen

Was bedeutet „ägyptischer Fuß“?

Der große Zeh ist bei dieser Fußform der längste, die übrigen Zehen fallen der Reihe nach ab. Schmale, ägyptisch geschnittene Leisten sind auf genau diese Form mit langem großem Zeh ausgelegt.

Aus dem Testarchiv: Testberichte (u. a. La Sportiva Futura, Scarpa Zen)

Was ist ein „griechischer Fuß“?

Bei ihm ist der zweite Zeh länger als der große – auch als Morton-Zeh bekannt. Manche Zehenboxen lassen dafür gezielt mehr Platz.

Aus dem Testarchiv: Testberichte (u. a. La Sportiva Kataki, La Sportiva Otaki)

Was heißt „quadratischer“ oder „germanischer“ Fuß?

Die Zehen sind bei dieser Form ungefähr gleich lang, statt in einer klaren Reihenfolge abzufallen. In den Testberichten wird diese Fußform oft in einem Atemzug mit „breit“ genannt.

Aus dem Testarchiv: Testberichte (u. a. Boreal Satori, La Sportiva Testarossa)

Reicht die Angabe „breit, normal oder schmal“ nicht aus?

Nein – die eigene Fußform hat mehr Merkmale als nur die Breite. Erst wer auch Zehenproportion, Risthöhe und Fersenform kennt, kann Testurteile zur Passform sinnvoll auf den eigenen Fuß übertragen.

Aus dem Testarchiv: Fußform und Passform

Warum wird in Testberichten oft der Rist erwähnt?

Weil ein hoher Rist bei manchen Leisten zu wenig Platz findet, obwohl Zehenbox und Länge eigentlich passen würden. Er braucht entweder ein nachgiebiges Material oder eine ausreichend weit zu öffnende Schnürung.

Aus dem Testarchiv: Testberichte (u. a. Red Chili, Edelrid Cyclone)

Warum zählt die Fersenform als eigenes Merkmal?

Weil sie unabhängig von Zehenform und Rist variieren kann. Ob eine Ferse schmal oder breiter ausfällt, entscheidet mit darüber, ob im Fersenbereich Luft bleibt oder der Schuh dort wirklich hält.

Aus dem Testarchiv: Testberichte (u. a. Anasazi-Fersenvergleich, Scarpa Vapor S)

Wie finde ich meine eigene Fußform heraus?

Am einfachsten mit einem Blick auf den nackten Fuß von oben: Welcher Zeh ist am längsten, wie stark fällt die Reihe zu den kleinen Zehen hin ab, wie breit und wie hoch ist der Fuß. Der Vergleich mit den in Testberichten beschriebenen Fußformen gibt danach einen ersten Anhalt.

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