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Kletterschuhtest
Skizzenhafte Darstellung dreier unterschiedlicher Zehenformen

Fußform und Passform

Fußform und Passform: die Grundlage jeder Kaufentscheidung

Wer zuerst nach der Marke fragt und erst danach nach der Form des eigenen Fußes, kauft in aller Regel den falschen Kletterschuh. Genau diesen Fehler beschreibt der Ausgangstext dieser Seite: Jahrelang wurde die eigene Fußform übersehen, stattdessen quälte man sich durch diverse „Zehenbrecher“-Modelle der Hersteller – bis die Erkenntnis kam, dass ein Fuß mehr Merkmale hat als bloß breit, normal oder schmal.

Genau diese Merkmale sind der Kern dieser Seite. Die Zehenbox entscheidet laut Kletterschuh-Glossar „in erster Linie über das Passen und nicht Passen“ eines Kletterschuhs, doch mindestens genauso wichtig sind Ferse, Rist und das Volumen des Leistens – der dreidimensionalen Form, aus der jeder Schuh gefertigt wird. Quer durch die Testberichte tauchen dabei immer wieder dieselben Beobachtungen auf: griechische, ägyptische, römische und quadratische Fußtypen, Luft in der Ferse, die die Performance kostet, taube Zehen in zu engen Modellen und Schuhe, die sich dehnen – oder eben nicht.

Wer sich vor dem Kauf über die eigene Fußform im Klaren ist, kann Passform-Angaben aus Tests überhaupt erst richtig einordnen: Ein Tester berichtet immer aus der Perspektive seines eigenen Fußes. Diese Seite versammelt, was sich daraus objektivieren lässt – und was am Ende jeder nur am eigenen Fuß prüfen kann.

Worum es hier geht

Es geht um alles, was die Passform eines Kletterschuhs zum eigenen Fuß ausmacht: Zehenbox und Volumen, Fersenform und Rist, die Fußtypen, die in Testberichten immer wieder benannt werden, den Leisten als Grundform, Größenfindung über Straßenschuhgröße und Mondopoint, das Downsizing-Dilemma zwischen Komfort und Performance sowie die Frage, wie stark sich Leder, Synthetik und Lorica dehnen.

Passform entscheidet stärker über Komfort, Verletzungsrisiko und Kletterleistung als jedes andere Merkmal eines Kletterschuhs. Einen objektiv „besten“ Schuh gibt es dabei nicht – nur den, der zur eigenen Fußform passt. Wer diese Zusammenhänge kennt, liest Testberichte anders und trifft beim Kauf seltener eine Fehlentscheidung.

Der Beitrag

68 Wörter

Die eigene Fußform ist der Schlüssel zur richtigen Wahl von Kletterschuhen!

Lange Zeit habe ich den eigenen Fuß und deren Beschaffenheit außer Acht gelassen und quälte mich durch diverse „Zehenbrecher„-Modelle der Kletterschuhhersteller. Doch irgendwann erkannte ich, dass es bei unseren Füßen mehr Merkmale gibt, als bloß breit, normal und schmal. Diese Erkenntnis soll nun an dieser Stelle auch anderen helfen die richtige Wahl zu treffen.

3 zehen rechtschreibung
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Themen in diesem Bereich

1 von 12 Beiträgen verfügbar

  • Wahl der Kletterschuhe: die Grundsätze

    Die Größenwahl von Spitzenkletterern zeigt, wie wenig sich Kletterschuhgröße und Straßenschuhgröße decken müssen – und wie sehr am Ende doch die Passform zählt. Der Artikel fasst die Grundsätze zusammen: nicht zu klein kaufen, denn Schmerzen und Hühneraugen sind sonst programmiert, der Schuh muss zum Fuß passen, und Downturn schont die Gelenke, macht das Klettern aber anstrengender.

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  • Skizzenhafte Darstellung dreier unterschiedlicher Zehenformen

    Griechischer, ägyptischer, quadratischer Fuß: die Zehentypen

    In den Testberichten tauchen wiederkehrend Begriffe wie griechischer, ägyptischer, römischer oder quadratischer Fuß auf – je nachdem, ob der zweite Zeh länger ist als der große, der große Zeh am weitesten vorsteht oder der Fuß insgesamt breiter und gerader gebaut ist. Der Artikel soll diese Typen sauber definieren und zeigen, welche Schuhform in den Tests welchem Typ tendenziell eher entgegenkommt.

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  • Verschiedene Fersenformen von Kletterschuhen im Vergleich

    Die Ferse: Sitz entscheidet über Hooking und Halt

    Sitzt die Ferse nicht „luftfrei“, leidet in den Testberichten regelmäßig sowohl das Stehen als auch das Hooken. Beschrieben werden schmale, breite, hart gummierte und weiche Fersenkonstruktionen, dazu die Slingshot- beziehungsweise Vorspannungskonstruktion, die den Fuß nach vorne in die Spitze drückt. Der Artikel soll zeigen, woran sich eine gut sitzende Ferse erkennen lässt, bevor man Wochen mit einem falschen Modell verliert.

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  • Rist und Einstieg: wenn der Spann zu wenig Platz hat

    Ein hoher Rist macht sich beim Einstieg bemerkbar – enge Reißverschlüsse oder Klettverschlüsse lassen sich dann schwerer schließen, während Schnürungen sich flexibler an einen flacheren oder höheren Ristverlauf anpassen lassen. Der Artikel soll sammeln, welche Verschlusssysteme in den Tests bei welchem Ristprofil besser oder schlechter abschneiden.

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  • Der Leisten: die Form, die alles bestimmt

    Der Leisten ist laut Glossar die dreidimensionale, aus Holz oder Plastik gefertigte Grundform eines Schuhs und charakterisiert Form, Volumen und Breite eines Modells. Manche Hersteller versuchen mit einem sogenannten Universal-Leisten, möglichst vielen Fußtypen entgegenzukommen – der Artikel soll erklären, warum das nur bedingt gelingen kann.

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  • Asymmetrie und Downturn: wie Form die Passform prägt

    Asymmetrie bezeichnet laut Glossar die zunehmend bananenförmige Krümmung eines Kletterschuhs, die meist der natürlichen Biegung des Fußes folgt. Downturn steht für die Krümmung der Zehen nach unten und soll das Greifen mit den Zehen ermöglichen – beides beeinflusst, wie ein Schuh am jeweiligen Fuß sitzt, unabhängig von der reinen Größe.

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    Wie wenig die Straßenschuhgröße über die passende Kletterschuhgröße aussagt, zeigen die Testberichte immer wieder: Straßenschuhgröße 44 kann bei manchen Modellen einer Kletterschuhgröße von 39,5 bis 40 entsprechen. Einzelne Hersteller wie Boreal geben deshalb zusätzlich den Mondopoint an, die in Millimetern gemessene Fußlänge, als objektiveren Bezugspunkt.

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  • Downsizing: wie viel kleiner ist sinnvoll

    Zwischen „Minimalgröße“ für maximale Performance und „Bequemgröße“ für längere Sessions liegt in den Testberichten oft nur eine halbe Nummer – und ein spürbarer Unterschied in Komfort und Tritt-Präzision. Mehrere Berichte warnen zugleich davor, es mit dem Downsizing zu übertreiben, bis hin zu tauben Zehen nach wenigen Minuten.

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  • Material und Dehnung: was Leder, Synthetik und Lorica unterschiedlich machen

    Leder dehnt sich in den Testberichten häufig um etwa eine halbe Größe und passt sich dem Fuß spürbar an. Kunstfaser- und Synthetikmaterialien dagegen dehnen sich laut mehreren Berichten kaum bis gar nicht und kehren nach Erwärmung oft wieder in ihre Ausgangsform zurück – ein Unterschied, der bei der Größenwahl mitgedacht werden sollte.

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  • Druckstellen bei der Anprobe erkennen

    Druck auf Achillessehne, Zehenknöchel oder an einzelnen Nähten wird in den Testberichten oft als anfänglich beschrieben und lässt mit dem Eintragen nach. Der Artikel soll helfen zu unterscheiden, welcher Druck typisch für neue Kletterschuhe ist – und ab wann er eher auf eine falsche Form statt auf eine falsche Größe hindeutet.

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  • Fuß von der Seite, hoher Rist und kleine Ferse sind erkennbar

    Den eigenen Fuß vermessen, bevor man testet

    Testberichte in Magazinen und im Internet urteilen fast immer aus der Perspektive des jeweiligen Testers – ein „Grundsätzliches Problem der Objektivierung“, wie es der Ausgangstext dieser Seite nennt. Erster Schritt zur passenden Wahl ist deshalb, den eigenen Fuß genau zu kennen: Rist, Ferse, Breite und Zehenform.

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Häufige Fragen

Was ist die Zehenbox, und warum entscheidet sie über die Passform?

Die Zehenbox ist der vordere Teil des Schafts, der die Zehen umschließt. Laut Kletterschuh-Glossar entscheidet sie „in erster Linie über das Passen und nicht Passen eines Kletterschuh's“ – wichtiger als die reine Länge ist oft, wie viel Platz und welche Form sie den einzelnen Zehen lässt.

Aus dem Testarchiv: Kletterschuh-Glossar

Was bedeutet „griechischer“ oder „ägyptischer“ Fuß?

In den Testberichten wird von einem griechischen Fuß gesprochen, wenn der zweite Zeh länger ist als der große Zeh, und von einem ägyptischen Fuß, wenn der große Zeh am weitesten vorne liegt. Welche Schuhform welchem Typ eher entgegenkommt, wird von Modell zu Modell unterschiedlich beurteilt.

Aus dem Testarchiv: Testberichte

Stimmt es, dass sich Kletterschuhe beim Tragen dehnen?

Das hängt stark vom Material ab. Leder dehnt sich in den Testberichten häufig um etwa eine halbe Größe, während sich Kunstfaser- und Synthetikmaterialien kaum bis gar nicht dehnen und nach dem Abkühlen meist wieder in ihre Ausgangsform zurückgehen.

Aus dem Testarchiv: Testberichte

Sollte ich Kletterschuhe grundsätzlich kleiner kaufen als meine Straßenschuhgröße?

Ein pauschales „kleiner kaufen“ wird in den Quellen nicht empfohlen. Wie viel kleiner sinnvoll ist, hängt von Material, Modell und dem eigenen Fuß ab – durchgängig ist nur die Warnung, Schuhe nicht so klein zu kaufen, dass Schmerzen und Hühneraugen die Folge sind.

Aus dem Testarchiv: Wahl der Kletterschuhe

Was ist der Mondopoint, und ist er zuverlässiger als die Konfektionsgröße?

Mondopoint gibt die Fußlänge in Millimetern an und wird in Testberichten als objektiverer Anhalt beschrieben, weil die Konfektionsgrößen zwischen Herstellern stark schwanken. Einzelne Hersteller wie Boreal nutzen ihn bereits zusätzlich zur Größenangabe.

Aus dem Testarchiv: Testberichte

Was hat es mit der Vorspannung oder dem „Slingshot“ an der Ferse auf sich?

Laut Glossar bezeichnet die Vorspannung den Hohlraum zwischen Sohle und Boden im Bereich des Fußgewölbes. Der Slingshot-Effekt beschreibt, wie der vorgespannte Fersengummi den Fuß nach vorne in Richtung Spitze drückt, um dort mehr Kraft zu suggerieren.

Aus dem Testarchiv: Kletterschuh-Glossar

Warum berichten manche Kletterer von tauben Füßen im Schuh?

In mehreren Testberichten wird beschrieben, dass Druck auf Zehenknöchel oder Vorderfuß nach einigen Minuten zu einem Taubheitsgefühl führt, besonders bei sehr eng gekauften Schuhen. Ob das im Einzelfall unbedenklich ist, sollte im Zweifel ärztlich geklärt werden.

Aus dem Testarchiv: Testberichte

Gibt es einen Leisten, der zu jedem Fuß passt?

Im Glossar wird der Begriff „Universal-Leisten“ für Modelle verwendet, deren Form vielen unterschiedlichen Fußtypen passt oder zu passen scheint, meist bei Allroundern. Eine Garantie ist das nicht, da jeder Leisten eine eigene Kombination aus Form, Volumen und Breite hat.

Aus dem Testarchiv: Kletterschuh-Glossar

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