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Kletterschuhtest

Kletterschuh-Glossar

Kletterschuh-Glossar: die Begriffe hinter den Testberichten

Wer Testberichte über Kletterschuhe liest, stolpert schnell über Wörter, die außerhalb dieser kleinen Welt kaum jemand benutzt. Slingshot Heel, Downturn, Cutaway, Toe Hook Patch – jeder dieser Begriffe beschreibt eine ganz konkrete Konstruktionsentscheidung, aber ohne Erklärung bleibt er nur ein Fachwort unter vielen. Dieses Glossar sammelt die Begriffe, die in den Testberichten dieser Seite tatsächlich vorkommen, und erklärt sie so, wie sie dort gemeint sind.

Die Begriffe stammen aus mehreren Bereichen, die sich in der Praxis ständig überschneiden: Bauform und Leisten, aus denen ein Schuh entsteht, Sohle und Gummi, die über Reibung und Haltbarkeit entscheiden, die Verschlusssysteme, die den Schuh am Fuß halten, dazu Passform-Begriffe, Materialkunde und nicht zuletzt die Fußprobleme, die enge Kletterschuhe mit sich bringen können.

Das Glossar erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder letzte Richtigkeit – es ist im Laufe vieler Jahre Testarbeit gewachsen und wird bei Bedarf um neue Begriffe ergänzt. Wer einen Ausdruck in einem Testbericht nicht kennt, findet ihn im Idealfall genau hier, kurz und ohne Marketingfloskeln erklärt.

Worum es hier geht

Es geht um die Fachbegriffe, die in Kletterschuh-Testberichten regelmäßig auftauchen: Bauteile wie Zehenbox, Zwischensohle und Randgummi, Konstruktionsprinzipien wie Downturn, Asymmetrie und Vorspannung, Verschlusssysteme, Materialbezeichnungen und Begriffe rund um Passform und Fußprobleme.

Ein Testbericht, der von „starker Asymmetrie“, „steifer Zwischensohle“ oder „Slingshot Heel“ spricht, ist nur dann hilfreich, wenn klar ist, was diese Begriffe bedeuten und welche Konsequenz sie für den eigenen Fuß haben. Das Glossar liefert diesen Unterbau, damit die Testberichte selbst kompakt bleiben können.

Der Beitrag

3.724 Wörter

Diese Seite soll allen Lesern einige „Fachbegriffe“ erläutern und so zu mehr Verständlichkeit der Testberichte beitragen. Das Glossar erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und absolute Richtigkeit. Er wird im Laufe der Zeit überarbeitet und um neue (ein)anfallende Begriffe ergänzt.

A

Achillessehne

Die stärkste Sehne des Körper ist oft ein Opfer der vorgespannten Ferse der Kletterschuhe

Advanced

engl. für Fortgeschrittene, hier Kletterer vom 7 – 8+ UIAA

Allrounder

Ein Kletterschuh, welcher in allen Situationen den Anforderungen mit Masse gerecht wird

Alpinpatschen

Gemütliche, stabile Kletterschuhe für das Klettern von Mehrseilrouten, meist gut eingekletterte „normale“ Kletterschuhe

Andrea Boldrini

Ein französischer Kletterschuhhersteller. Ist bekannt für teuere aber sehr bequeme Kletterschuhe in allen Performance Bereichen. Verarbeitet fast ausschliesslich Lorica als Obermaterial

Antreten

Das belasten des davor auf dem Tritt platzierten Kletterschuhes/Fusses

Anziehschlaufen

Feste, breite Schlaufen am Rande im Fersenbereich des Schaftes. Erleichtern/Ermöglichen das Einsteigen in enge Kletterschuhe. Hat jeder Kletterschuh

Applikationen

Aufgeklebte, aufgenähte Details. Dienen zur Gestaltung der Optik

Asymmetrie

Bezeichnet die zunehmend Bananenförmige Krümmung der Kletterschuhe. Folgt meist jedoch abseits der Extreme den natürlichen Biegung des Fußes

Aufgestellte Zehen

Um die Zehen mehr Kraft entfalten zu lassen, stellen fast alle modernen Kletterschuhe die selbigen auf. Was für die Kraft gut ist, tut auf Dauer den Gelenken ungut

Aufrollen

Auf ganz kleinen Tritten nutzt man diese Technik, um mehr Sohle und somit Reibung auf den Tritt zu bringen. Dazu tritt man nicht mit der Kante an sondern mit der Sohlenfläche unter dem großen Zeh an und kippt (rollt) dann den Fuß nach innen. Durch den entstehenden Formschluss des Gummis, haftet der Kletterschuh am problematischen Tritt

Ausgelatscht

ist ein Kletterschuh dann, wenn er für die jeweilige Fußgröße zu groß geworden ist, oder die Vorspannung verloren hat

B

Ballerina

Ist ein Kletterschuhtyp, welcher ein Gummiband am Rist dazu benutzt, um den Schuh am Fuß zu halten. Ist meist die bequemste und sensibelste Kletterschuhform. Auch Slipper genannt

Boreal

Spanischer Kletterschuhhersteller der ersten Stunde. Ist dafür bekannt aus Leder zu fertigen. Die Boreal Kletterschuhe ohne Futter, dehnen sich erheblich!

Boulderschuh

Ein Kletterschuh, der sich durch spezielle Eigenschaften sehr gut für das Bouldern eignet. Ein Boulderschuh muss in der Regel, weich, sensibel und präzise sein. Des Weiteren sollte er über gute Hookeigenschaften in alle Richtungen verfügen

Breite (Schuhe)

Die Schuhbreite ist für die richtige Passform essenziell. Modelle mit einer Schnürung können oft in der Breite gut angepasst werden

C

Climbingshoe

engl. für Kletterschuh

ClimbX

Nach dem Zerfall von Mad Rock, werden ähnlich konstruierte Kletterschuhe nun unter diesem Namen vertrieben

Cowdura

Synthetisches Material, welches dem Leder ähnelt. Es dehnt sich nicht. Lediglich eine kleine Anpassung des Materials an den Fuss ist möglich. Das Material bei 5.10 Schuhen

Cutaway

Ist ein Ausschnitt in der Zwischensohle. Meist im Bereich des großen Zeh´s. Dieser macht den Schuh an dieser Soll-Bruch Stelle selbst bei sonst steifen Konstruktion sensibel und feinfühlig

D

Damenmodell

Extra für den schmaleren Damenfuss kreierter Kletterschuh. Neben den geringen Schuhvolumen und Breite, zeichnen sich solche Schuhe durch die entsprechend Optik aus

Downturn

engl. Steht für die Krümmung der Zehen nach unten. Spezielle Konstruktion, um das Greifen mit den Zehen zu ermöglichen. Bei Performance Modellen meist stärker ausgeprägt

Durchziehen

Umgangssprachlich für zBsp bewältigen, durchsteigen u.a.

Durchgeklettert

Durch die mechanische Belastung, die insbesondere an künstlichen, besandeten Kletterwänden auftritt, wird die Sohle nicht nur dünner sondern auch weicher. Durchgekletterte Schuhe haben einen sich anbahnenden Loch an der Spitze oder eine bis zur Zwischensohle abgenutzt Sohle

E

Eco Trax

Eine Gummimischung der amerikanischen Firma Evolv. Sehr weiches und klebriges aber auch etwas schmieriges und formunbeständiges Gummi

Eingekletterte Kletterschuhe

Durch die Benutzung optimal in Form gebrachte Schuhe, die sich an die Morphologie des eigenen Fußes angepasst haben. Sind präzise und feinfüllig und bequemer geworden.

Einstiegsöffnung

Der Raum auf der Schaftoberseite, für den Einstieg in den Kletterschuh. Sollte bei nicht ganz so krass an der Performance orientierten Modellen genügend Platz bieten, ansonsten leider der Komfort langfristig

Enge Passform

Für die optimale Leistung beim Klettern, muss der Kletterschuh eng anliegen. Das heißt ausprobieren, denn Schmerzen sollten nicht vorkommen

Evolv

Amerikanische Marke. Man munkelt: die Modelle von Evolv orientieren sich „einwenig“ an Five Ten. Diese Kletterschuhe dehnen sich nicht und stinken leider nach einigem Schwitzen

F

Fehlstellung

Bei Fehlstellungen handelt es sich um Abweichungen von der normalen physiologischen Stellung der Glieder und Gelenke. Die dadurch entstehenden Veränderungen an passiven Strukturen, können Probleme in Ruhe und unter Belastung verursachen

Fersengummierung

Die Ferse des Kletterschuh´s ist mit Gummistreifen/bändern umgeben. Diese Gummierung sollen die eigene Ferse beim Hooken vor Schmerzen schützen und vor allem Dingen die Reibung steigern. Somit bieten solche speziell gummierte Fersen besseren Halt auf schlechten Strukturen und mehr Entlastung der Finger beim Klettern

Five Ten

DIE Traditionsmarke aus USA. Mit dem legendären Anasazi Familie gelang den Amerikanern ein Meilenstein in der Entwicklung von Kletterschuhen. In letzten Jahren verliert die Marke in Deutschland an Marktstellung. Five Ten ist für Kunstleder Schuhe und sehr gute Gummimischungen bekannt

Formschluss

Gemeint ist die bestmögliche (optimale) Anpassung der Sohle an den Tritt. Auf problematischen Tritten entscheiden diese Verbindung neben dem Anpressdruck über das Halten oder Abrutschen

Fortgeschrittene

Kletterer die den Anfängerstatus, aufgrund ihrer gewachsenen Fähigkeiten und Konditionellen Voraussetzungen hinter sich gelassen haben. Auf dieser Seite sind Kletterer im Bereich 7 – 8+ UIAA

Fussgewölbe

Man unterscheidet zwischen dem Quergewölbe (im Bereich der Zehengrundgelenke) und dem Längsgewölbe, welches sich von der Ferse bis zum Quergewölbe aufbaut. Senkt sich das Quergewölbe ab spricht man von Spreizfuß. Beim Längsgewölbe von Senkfuß oder in extremen Fällen von Plattfuss

Fußform

Bezeichnet die Form die durch Dimensionierung und Proportionen der Teile entsteht und den Fuss als solches charakterisiert.Siehe dazu Fussform und Passform

Fütterung

Das Innenleben eines Kletterschuhs. Bei Lederschuhen ist die Fütterung meist aus Baumwolle. In neueren Modellen kommen synthetische Materialien zum Einsatz. Kletterschuhe aus Cowdura haben normalerweise immer ein synthetisches Innenfutter. Ganz neu ist die Kombination aus Kunstfaserobermaterial und Leder im Inneren. Die Fütterung hat immer die Formerhaltung des Schuhs zum Ziel

G

Gelenk

Der Träger der Bewegung in einer oder mehreren bestimmten Ebenen. Die dort bei der Belastung wirkenden Kräfte können diesem einen Schaden zufügen

Grundgelenk

Bei Gliedern mit mehreren Gelenken (Finger, Zehen) ist es das Gelenk welches zum Körper hin am nächsten liegt

Größe

Wie jedes Kleidungsstück unterliegen auch Kletterschuhe einem bestimmten Maß – der Größe. Diese ist jedoch in seltensten Fällen mit der des Strassenschuh´s identisch und variiert zusätzlich von Hersteller zu Hersteller

Gummi(mischung)

Das Material, welches den größten Einfluss auf die Performance beim Klettern hat. Das Gummi muss exzellente Reibung haben und gleichzeitig widerstandsfähig gegen Abrieb sein. Die meisten Hersteller verwenden Vibram Sohlen, einige machen sich jedoch die Mühe eigene Mischungen zu entwickeln

H

Halbsohle

Ist eine Konstruktionsform, bei der die eigentliche Klettersohle nur unter dem Vorderfuss montiert ist. Auf diese Weise bekommt der Kletterschuh mehr Flexibilität im Längsgewölbe und kann bessere Eigenschaften im Überhang aufweisen

Hallux Valgus

Eine Fehlstellung des großen Zeh´s. Der Zeh knickt im Grundgelenk nach außen in Richtung der kleinen Zehen ab. Viele Kletterschuhmodelle begünstigen diese Problematik durch ihre Form zusätzlich. Achtung OP!

Hammerzehen

Fehlstellungen der kleinen Zehen, die an einer permanenten gebeugten Haltung der selbigen erkennbar sind. Die Ursache liegt wohl in der Verkürzung des Muskel- Sehnen Systems des Fusses. Die Kletterfüße sind durch enge Kletterschuhe nahezu eine Risikogruppe für dies Fehlstellung. Die durch aufgestellte Zehen immer größer werdenden Hautverdickungen an den Gelenken, schmerzen zunehmend und können sich zudem bei offenen Haut entzünden

Hotspot

Meint eine Stelle an der Druck punktuell stark einwirkt. Dies geht mit Schmerzen einher und kann langfristig zu degenerativen Veränderungen führen. Nach Möglichkeit sind dies zu vermeiden

Hühneraugen

Durch den übermäßigen Druck auf die Gelenke der Zehen bilden sich dort immer weiter wachsende Hornhaut Schichten. Diese können erheblich schmerzen und das Tragen von engen Kletterschuhen zu Qual machen

I

Innenkante

Die von der Spitze zur Ferse innen verlaufende Kante der Klettersohle

Innenfutter

Dient zum Schutz der Schuhform. Polstert den Fuss etwas ab und nimmt Schweiß auf. Siehe auch Fütterung

J

K

Kalbsleder

Die Haut / Fell eines jungen Rindes. Hat mehr Poren im Verhältnis zu einem ausgewachsenen Rind. Ist das Material der Wahl bei La Sportiva und Scarpa sowohl bei Kletterschuhen als auch bei Bergstiefeln für Hochalpines Gelände

Kante

Gemeint ist die klar ausgeprägte und extra so markant geschliffene Kante der Sohle. Mit dieser (in der Regel) harten Kante kann man entsprechend gut auf kleinen Leisten (Absätzen) stehen

Kantenstabilität

Die Stabilität gegen Verformung dieses Bereiches. Eine stabile Kante rollt nicht so schnell vom Tritt und bietet guten halt auf klar ausgeprägten dennoch kleinen Tritten. Bei unförmigen Tritten ist eine hohe Kantenstabilität vom Nachteil, weil sie keinen optimalen Formschluss ermöglicht

Kleberand

Das beim aufkleben der Gummiteile herausgetretene Kleber. Ein sauberer Kleberand ist gleichmäßig, wenige Millimeter breit und ist nicht gelb. Je Sauberer die Verarbeitung, desto weniger sieht man vom Kleber

Kleberest

Das überschüssige an einer Klebestelle der Sohle oder einer anderen Stelle, herausgetretene Kleber. Immer ein Zeugnis einer nicht so sauberen Verarbeitung

Klettverschluss

Besteht aus dem zwei Teilen. Haken Band und Flausch Band. Durch das Verhaken der beiden in einander kommt es zu einer Verbindung die auch bei Kletterschuhen in Verschlusssystemen benutzt wird. Solche Kletterschuhe können schnell an und ausgezogen werden

Komfort

Ist bei den Kletterschuhen immer relativ. Dennoch gibt es sie – die komfortablen Kletterschuhe. Oft bringen anatomisch ausgelegten Modelle und angenehme Materialien (Leder) den größten Komfort bei Kletterschuhen

Kunstleder

Aus Kunstfasern synthetisch erzeugtes Material welches sich ursprünglich an Leder orientiert hat. Diese Materialien sind dehnungsarm und formstabil. Die natürlich Eigenschaften des Leders (Atmungsaktivität) fehlen diesen jedoch

L

La Sportiva

Die Marke auf dem Kletterschuhmarkt weltweit. Die Italiener setzen seit Jahren Maßstäbe in Sachen Performance, Passform, Komfort und Verarbeitung. Durch den steigenden Produktionsdruck, bedingt durch die hohe Nachfrage, scheint die optische Verarbeitungsqualität etwas zu leiden. Dennoch eine sichere Bank bei jedem Kletterschuhkauf

Lorica

Die Erfindung der letzen Jahre. Dieses synthetisches Material wird vor allem in Europa überwiegend verarbeitet. Die meisten Hersteller (allen voran Scarpa) verwenden dieses Material in der Zehenbox, um die Dehnung dort zu reduzieren. Einige andere (Boldrini) fertigen den gesamten Schuh aus diesem Stoff. Nachteile an diesem Material sind: wachsende Hühneraugen und Löcher im Obermaterial, da Lorica nicht so abriebfest ist wie das Leder

Loch

Ist die durchgeriebene Stelle. Kommt bei den Kletterschuhen meist an der Spitze der Sohle oder auch am Obermaterial über den Zehen

Leisten

Die dreidimensionale Form eines jeden Schuh´s. Der Leisten ist aus Holz/Plastik gefertigt und stellt die Grundlage bei der Herstellung der Schuhe dar. Er charakterisiert die Form, das Volumen und die Breite eines Modells

Leder

Das älteste und natürlichste Material der Schuhe und auch der Kletterschuhe. Neben zahlreichen Vorteilen hat Leder einen echten Nachteil: die Dehnung. Kletterschuhe aus Leder sind bekannt für ihre „Anpassungsfähigkeit“, die gut kalkuliert sein muss

Love Bump

Ist eine Bezeichnung aus dem Hause Evolv. Sie meint den Zehenunterstützenden Hügel in der Sohle und kam bei Evolv das erste Mal beim Shaman zum Einsatz.

M

Made in China

Was ist nicht dort gemacht. Mittlerweile gibt es nur eine Handvoll Hersteller die nicht dort produzieren. Die Qualität der Verarbeitung ist bei Made in China Sachen nicht schlecht, dennoch merkt man subjektive Schwächen bei der Performance

Mad Rock

Ist vor allem für sehr gute Fersengummierungen und klebrige Sohlen bekannt geworden. Mittlerweile in Mad Rock und ClimbX zerfallen, produziert Mad Rock in alter Manier „Einwegschuhe“, denn eine Wiederbesohlung macht bei denen keinen großen Sinn

Maximalgröße

Die größtmögliche Größenwahl eines bestimmten Modells, die noch nicht zur Instabilität und zur Leistungseinbußen führt

Minimalgröße

Die Größenwahl, bei der man in einen Schuh gerade noch rein kommt und noch vernünftig klettern kann. Manchmal eine Überlegung wert, wenn man sich am Limit eigener Fähigkeiten agiert. Dadurch wird eine hohe Kraftübertragung möglich. Die Schmerzen lassen sich jedoch selten vermeiden

MSL

M(ehr) S(eil) L(ängen) Route

N

Neutralstellung

Die Position des Körper in sich ruhend im Stand, mit an der Seite herabhängenden Armen, hüftbreit gestellten Füßen geradem Blick nach vorn

Neuzustand

Oft eine Ansichtssache, wenn man manche Angebote bei Ebay anschaut. Ein Kletterschuh gilt hier als neu, solange die Sohle keine Abnutzung zeigt und das Obermaterial keine Verformung durch den Fuß erfahren hat. Dies kann schon nach kürzesten Tragezeiten eintreten. Oft bekommt man sogar vom Händler Kletterschuhe die nicht Neu sind. Das kommt durch das ausprobieren der Waren und anschliessende Rücksendung zustande

No-Edge- Konzept/Technologie

Eine innovative Technologie zur Herstellung von Kletterschuhen, bei der die Sohle gänzlich ohne Kanten bleibt. Dadurch passt sich der Kletterschuh im Zehenbereich dem eigenen Fuß an und hat nicht so viel störendes Gummi zwischen dem Zeh und dem Tritt. Die Sohle ist dabei so konzipiert, dass deren Ausläufer die Zehengummierung bilden.

O

Obermaterial

Das Material aus dem der Schaft eines Kletterschuh´s gefertigt ist.

Optimalgröße

Ein Kompromiss aus Performance bedingten Enge und dem möglichst großen Komfort. Bei dieser Größenkonstellation wird der Fuss durch den Schuh unterstützt gleichzeitig aber nicht an der funktionellen Arbeitsweise gehindert

Out of the box (performance)

Eine englische Bezeichnung für die Performance von Kletterschuhen in neuem Zustand. Modernen Kletterschuhe müssen in aller Regel nicht mehr Wochen lang eingeklettert werden, bis ihre optimale Leistung erbringen. Ebenso spiel der Komfort im Neuzustand eine wichtige Rolle, dieser ist ebenso wie de Performance sofort (zu größten Teilen) vorhanden

P

Passform

Beschreibt die Übereinstimmung der jeweiligen Schuhform mit der des eigenen Fußes. Im Idealfall stimmen beide Formen überein, dann ist die beste Performance in Verbindung mit dem höchsten Komfort möglich

Pacific

Synthetischer Stoff, welcher eine weiche, angenehme Oberfläche hat und als Futter in La sportiva Kletterschuhen benutzt wird. Dieser Stoff ist dynamisch (er kann sich dehnen) und polstert die Zehen gegen den Druck des Obermaterials

Perforiert

Dieser Begriff wird im Zusammenhang mit Materialen benutzt, welche zur besseren Atmungsaktivität regelrecht durchlöchert sind. Meist trifft es bei Schuhzungen zu

Performance

Gemeint ist die zu erbringende Kletterleistung auf einem hohen Niveau. Performance Kletterschuhe sind also auf das Erbringen von hohen und höchsten sportlichen Leistungen beim Klettern ausgerichtet. Oft wird dieser Begriff zur Beschreibung des Könnens eines Kletterschuh´s benutzt

Präzision

Ist im Allgemeinen die Genauigkeit. Beschreibt meistens die mögliche Genauigkeit beim setzten/platzieren des Schuhs auf dem Tritt. Faktoren wie erstmaliges Treffen des Tritts mit dem richtigen Teil des Kletterschuh´s an der richtigen Stelle der Struktur, sowie der sofortige optimale Formschluss auf dem Tritt sind für diesen Begriff von entscheidender Bedeutung

P3

Ein von La Sportiva entwickeltes System, das zu erst bei Solution zur Anwendung kam. Es steht für P(ermanent) P(ower) P(lattform). Diese spezielle Bauform, beinhaltet eine lebenslange Vorspannung und vor allem dingen einen Downturn, der gleichzeitig die Zehen bei der Kraftentfaltung mechanisch unterstützt

Q

R

Randgummi

Ist der aufgeklebte Gummistreifen an den Seiten des Schaftes. Dieser sorgt zum einen für die optimale Verbindung der Sohle zum Schaft, schützt die Zehen und das Schafft vor Abrieb und sorgt für die Erhaltung der Schuhform. Dieses Spezifisches Baumerkmal ist bei allen Kletterschuhen vorhanden. Bei manchen beschränkt sich das Randgummi nur auf die vordere Hälfte, bei anderen läuft das Randgummi komplett um den ganzen Schuh

Red Chili

Ursprünglich deutsche Firma, gegründet von Stefan Glowacz. Fertigt in Fern Ost und produziert zum großen Teil schmale Kletterschuhe mit interessanten Design. Die Performance sowie die Haltbarkeit können mit der Optik leider nicht mithalten

Rock Pillars

Tschechische Firma, die vorbildlicher Weise im eigenem Land produziert. Vorbildlich ist auch die eigenständige Entwicklung von Leisten und Modellen, sowie das Experimentieren mit verschiedenen Materialien

Routenschuhe

Kletterschuhe, die sich aufgrund ihrer stabilen und den Fuss gut unterstützenden Eigenschaften gut für lange Kletterrouten eignen. Da bei den meisten eher senkrechten Routen das Hooken mit den Zehen und der Ferse eher zweitrangig ist, haben diese Schuhe entsprechend puristische Gummierungen in diesen Bereichen. Wichtig bei diesen Schuhen ist die ausreichende Unterstützung der Zehen, um sie für die Dauer von bis zu 30 m (und mehr) vor Ermüdung schützen zu können.

Routen spulen

Gemeint ist das Training der Kraftausdauer/Ausdauer, bei dem mehrere Routen hinter einander geklettert werden. Für die Kletterschuhe bedeutet es Herausforderung in Bereich der langfristigen Unterstützung sowie beim Komfort, damit der Nutzer die Schuhe zwischen den Routen anbehalten kann

S

Scarpa

Ein italienischer Hersteller, der in letzten Jahren mit vielen neuen Modellen auftrumpft und den Spagat zwischen den fußschonenden Leistenformen und der hervorragenden Performance am besten schafft. Scarpa experimentiert gerne sowohl bei den Konstruktionsmöglichkeiten als auch bei Einsatz von diversen Materialien und bringt so immer wieder Modelle raus, die zunehmend mehr Anhänger finden

Schaft

Quasi der Schuh ohne die Sohle, das Verschlusssystem und weitere Details wie Anziehschlaufen. Der Schaft wird aus Leder oder künstlichen Fasern hergestellt und bildet die Basis für den Kletterschuh

Schnürrung

Das altbewährte Verschlusssystem, welches durch den Zug und die Knotenverbindung der Schürsenkel funktioniert. Mittlerweile gibt es asymmetrische Schnürrungen, die den Schuh noch besser an unseren im Prinzip asymmetrischen Fuss anpassen

Sensibilität

Beschreibt die Fähigkeit des Kletterschuh´s zu fühlen. Hier geht’s primär um das Gefühl der Sicherheit beim belasten des Trittes. In dem der Schuh viele Informationen über die unter dem Zeh befindliche Struktur und den hergestellten Formschluss an den Fuss und weiter an das Gehirn weitergibt. Dieser Feedback der Sohle ist mit steigenden Schwierigkeiten unentbehrlich und geht meist mit dünnen Sohlen (3,5 mm) einher

Slingshot (Heel)

Im Prinzip bedeutet es die Vorspannung der Ferse, die bei verschiedenen Herstellungskonzepten der Kletterschuhfirmen unterschiedlich benannt wird. Dabei wird der Fuss durch den Druck des vorgespannten Fersengummis nach vorne geschoben, um so mehr Kraft auf der Spitze des Schuhs zu suggerieren

Slipper

Ein englischer Ausdruck für Ballerina Kletterschuhe. Gemeint ist sicher die Möglichkeit des Rein- und Rausschlüpfens beim An- und Ausziehen. Eine meist weiche, agile und bequeme Form der Kletterschuhe

Sohlendicke

Ist die Stärke der Gummisohle. Sohlen unter 3 mm Dicke sind auf Dauer sehr oft zu weich. Über 4 mm dagegen zu starr und wenig sensibel. Die gängigen Sohlen Dicken sind somit meist 4mm und 3,5 mm

Sohlenform

Hängt sehr stark mit der Leistenform zusammen. An der Sohlenform erkennt man am einfachsten die Asymmetrie und Breite des Leistens. Sie Reichen von gerade symmetrisch bis hin zu extremen Bananenformen

Spannung

Gemeint ist die Gesamtspannung des Schuhs in alle Richtungen, wobei die Längs- und Querachsen im Prinzip die entscheidenden sind. Das Nachlassen der Gesamtspannung bedeutet in aller Regel den Verlust an Performance auf kleinen Tritten, da der Fuss nicht genügend Unterstützung durch den Schuh erhält

Speedlacing System

Auf deutsch: Schnellschnürsystem. Mit einem oder zwei Zügen bekommt man den Schuh fest an den Fuß geschnürt. Der Nachteil dieses Systems ist oft das zurückgleiten der Schnürsenkel beim Nachlassen des Zug´s während des Bindens eines Abschlussknotens. Oft kommen solche Schnürrungen bei der Anziehzeit an Velcro Kletterschuhe ran

Steep Line

Ist die Serie von Scarpa, welche Modelle für steiles Gelände beinhaltet. Dazu gehören (gehörten) Mago, Stix, Booster, Feroce, (Spectro)

Steifigkeit

Meint eine steife, wenig biegsame Sohlenkonstruktion, die zwar viel Unterstützung für den Fuss bietet, aber seine Bewegungsflexibilität einschränkt. Eine steife Sohle kann dennoch aus weichem Gummi gemacht sein, was jedoch selten vorkommt

Struktur

Ein stark strukturierter Kletterschuh bietet auf Grund der Stärke der verarbeiteten Materialien und deren funktionellen Zusammensetzung mehr Halt für den Fuß, eine länger anhaltende Formbeständigkeit und oft eine längere Lebensdauer. Lace-Up Modelle sind in der Regel stärker strukturiert, als agile Slipper

T

Tension

Engl. für Spannung. Oft in Bezeichnungen der diversen neuentwickelten Konstruktionsformen anzutreffen

Toe Hook Patch

Ist eine Gummierung der Zehenbox. Da dieses Detail das Hackeln mit den Zehen erleichtert wird es bei „Boulderschuhen“ und Performance Kletterschuhen angebracht. Es kann das Obermaterial vor Abrieb schützen, kann aber auch die Zehengelenke durch Druck zusätzlich belasten

TPS

T(oe) P(ower) S(upport). Ein Zehenunterstützungssystem von Scarpa, welche vor allem bei Mago namentlich erwähnt wird. Hier ist der Bereich unter den Zehen mit einer konkaven Wölbung versehen und steifer gehalten. Die Entlastung der Zehen ist merklich

U

Universal Leisten

Ein Leisten der von seiner Form und breite zu vielen unterschiedlichen Fußtypen passt (oder zu passen scheint). Oft werden solche Schuhe als Allrounder konzipiert (Bsp: Katana)

Unterstützung

Die Entlastung aber auch Aktivierung der Zehen- und Fussmuskulatur durch die entsprechende Konstruktionsdetails der Schuhe. Dazu zählen die steiferen Sohlen, Downturn, Vorspannung sowie Zehenunterstützungssysteme die im Hohlraum der aufgestellten Zehen wirken

V

Velcro

Ein Kletterschuh mit Klettverschlüßen. Diese Art der Kletterschuhe gilt als Allrounder: (meist) schnell Rein und Raus, vielseitig einsetzbar durch gute mittel steife Sohlenfestigkeit, gutes Komfort. Velcro sind sehr beliebt, haben aber auch den Nachteil der sich öffnenden Klettbänder und keine Anpassbarkeit im Zehenbereich

Velours

Lederart. Sehr weich, anschmiegsam, angenehm, komfortabel und dehnungsfreudig

Verschlusssystem

Eine Vorrichtung, um den Kletterschuh am Fuss zu befestigen und an diesen anzupassen. Es dominieren drei Formen: Velcro, Lace-Up und Slipper

Vorspannung

Optisch ist es der Hohlraum zwischen der Sohle und dem Boden im Bereich des Fußgewölbes. Funktionell erlaubt die Spannung in diesem Bereich die natürliche Arbeitsweise des Fusses zu unterstützen und ermöglicht somit dank einer größeren Kraftentfaltung eine höhere Leistung. Die Vorspannung ist nicht unbedingt eine Sache für Profikletterer. Da unsere Füße selten total platt sind, macht eine moderate physiologische Vorspannung auch im Anfänger Bereich Sinn

V-Tension

Ein Prinzip des Spannungsaufbaus im Schuh bei Scarpa Modellen der Serie Vapor. Dabei erzeugen die V-förmigem Gummibänder Druck von der Ferse und transportieren diese in die Spitze der Sohle. Funktioniert bis auf den starken Druck auf Achillessehne erstaunlich gut

W

X

X-Tension

Eine weitere Innovation von Scarpa. Die X-förmigen Bänder unterstützen das Quergewölbe und sorgend hier für eine höhere Kraftentfaltung. Zu finden bei Mago, Stix, Booster

Y

Z

Zehenbox

Der Teil des Schaftes, welches die Zehen beherbergt. Der Begriff Box ist nicht zufällig gewählt, denn moderne für aufgestellte Zehen konzipierte Kletterschuhe erinnern vorne an diese Form. Dieser Teil des Schuh´s entscheidet in erster Linie über das Passen und nicht Passen eines Kletterschuh´s

Zehenboxgummierung

Das Gummi oben auf der Zehenbox dient hauptsächlich der höheren Leistung bei Toe-Hooks. Der zweite Grund ist oft die Formerhaltung der Z-Box und Schutz gegen Abrieb. Wird auch Toe-Hook-Patch genannt

Zehenunterstützungssystem

In meisten Fällen ist die konkave Wölbung im Bereich des Hohlraums der aufgestellten Zehen gemeint. Dieser Hügel unter den Zehen unterstützt sie bei Krafterzeugung und -aufrechterhaltung. Je nach Hersteller heißen die Systeme unterschiedlich und wirken auch unterschiedlich gut. La Sportiva – P3, Scarpa – TPS, Evolv – Love Bump. Sehr erfolgreich und wirkungsvoll, das es den Fuss funktionell unterstützt

Zwischensohle

Ist eines der wichtigsten Teile eines Schuh´s, denn diese Entscheidet über Sensibilität, Stabilität und funktionelle Arbeitsweise. Alle Hersteller gehen da unterschiedliche Wege. Oft ist ein Ausschnitt in der Zwischensohle unterhalb des großen Zeh´s eine gemeinsame Schnittmenge. Je steifer und dicker die Zwischensohle ist desto mehr halt hat man auf kleinsten Tritten. Das Gefühl ist wiederum bei Schuhen ohne einer Zwischensohle am besten

Themen in diesem Bereich

12 Beiträge geplant

  • Leisten als Grundform eines Kletterschuhs

    Bauform und Leisten

    Der Leisten ist die dreidimensionale Form, aus der ein Kletterschuh entsteht – er bestimmt Volumen, Breite und Grundcharakter eines Modells. Begriffe wie Asymmetrie, Downturn und Universal Leisten beschreiben, wie stark ein Schuh von der geraden, symmetrischen Form abweicht und wie stark die Zehen dabei nach unten gekrümmt werden.

    In Vorbereitung

  • Sohle eines Kletterschuhs von unten

    Sohle und Gummi

    Gummimischung, Sohlendicke und Zwischensohle bestimmen gemeinsam, wie viel ein Schuh fühlt und wie viel er aushält. Begriffe wie Kante, Kantenstabilität, Halbsohle, Randgummi und Cutaway beschreiben einzelne Konstruktionsentscheidungen an der Sohle, die sich direkt auf Sensibilität und Standfestigkeit auf kleinen Tritten auswirken.

    In Vorbereitung

  • Klettverschluss an einem Kletterschuh

    Verschluss: Velcro, Schnürung, Slipper

    Die drei gängigen Verschlusssysteme heißen Velcro (Klettverschluss), Schnürung und Slipper – Letzterer wird auch Ballerina genannt und hält den Schuh nur über ein Gummiband am Rist. Dazu kommen Anziehschlaufen und das Speedlacing System als Sonderform der Schnürung.

    In Vorbereitung

  • Fersenbereich eines Kletterschuhs

    Ferse und Vorspannung

    Fersengummierung schützt beim Hooken und erhöht die Reibung, während Vorspannung und Slingshot Heel den Fuß im Schuh nach vorne in die Zehenbox drücken, um mehr Kraft auf die Spitze zu bringen. Systeme wie V-Tension setzen genau hier an – mit dem Nebeneffekt, dass sie Druck auf die Achillessehne ausüben können.

    In Vorbereitung

  • Zehenbox eines Kletterschuhs

    Zehenbox und Zehenunterstützung

    Die Zehenbox beherbergt die Zehen und entscheidet nach dem Glossar in erster Linie über Passen oder Nicht-Passen eines Schuhs. Aufgestellte Zehen brauchen mechanische Unterstützung, die je nach Hersteller unterschiedlich heißt – P3 bei La Sportiva, TPS bei Scarpa, Love Bump bei Evolv – und die auch als Toe Hook Patch zum Schutz beim Hooken auftaucht.

    In Vorbereitung

  • Passform-Begriffe: Größe, eng, Komfort

    Passform beschreibt die Übereinstimmung von Schuhform und eigenem Fuß, während Minimalgröße, Optimalgröße und Maximalgröße die Bandbreite markieren, in der ein Modell noch sinnvoll getragen werden kann. Enge Passform gilt für gute Leistung als nötig, soll nach dem Glossar aber nicht mit Schmerzen verwechselt werden.

    In Vorbereitung

  • Obermaterial und Sohlenkante eines Kletterschuhs im Detail

    Materialien: Leder, Lorica, Kunstleder

    Leder dehnt sich, Kunstleder und Lorica dagegen kaum – dieser Unterschied zieht sich durch fast jede Materialbeschreibung im Glossar. Kalbsleder, Velours, Cowdura und Pacific stehen jeweils für eine andere Kombination aus Dehnung, Atmungsaktivität und Formstabilität, die sich auf das Einklettern und die spätere Passform auswirkt.

    In Vorbereitung

  • Fußprobleme und Fehlstellungen

    Hallux Valgus, Hammerzehen und Hühneraugen werden im Glossar als Fehlstellungen und Folgeerscheinungen genannt, die durch dauerhaft enge Kletterschuhe begünstigt werden können. Ein Hotspot bezeichnet dabei eine einzelne Stelle mit punktuell hohem Druck, die auf Dauer zu genau solchen Veränderungen führen kann.

    In Vorbereitung

  • Schuhtypen: Allrounder, Boulderschuh, Routenschuh

    Ein Allrounder soll allen Anforderungen mit Masse gerecht werden, ein Boulderschuh dagegen weich, sensibel und präzise sein. Routenschuhe und Alpinpatschen sind für lange, eher senkrechte Unternehmungen ausgelegt und verzichten deshalb oft auf aufwendige Gummierungen an Zehen und Ferse, die beim Hooken helfen würden.

    In Vorbereitung

  • Hersteller und Marken im Glossar

    Das Glossar nennt eine Reihe von Herstellern mit ihren jeweiligen Eigenheiten: La Sportiva, Scarpa und Five Ten als etablierte Marken, dazu Boreal, Evolv, Andrea Boldrini, Red Chili, Rock Pillars und Mad Rock beziehungsweise dessen Nachfolger ClimbX. Die Einträge beschreiben vor allem, welches Material oder welche Bauweise für die jeweilige Marke typisch ist.

    In Vorbereitung

  • Abgenutzte Stelle an einem Kletterschuh

    Begriffe aus der Klettertechnik

    Antreten, Durchziehen und Routen spulen bezeichnen Bewegungen und Trainingsformen, während Formschluss und Aufrollen konkrete Techniken beschreiben, mit denen die Sohle möglichst viel Kontakt zum Tritt bekommt. Aufrollen etwa nutzt man auf sehr kleinen Tritten, indem man mit der Sohlenfläche unter dem großen Zeh antritt und den Fuß nach innen kippt.

    In Vorbereitung

  • Zustand und Verschleiß

    Ausgelatscht, durchgeklettert und ein Loch in der Sohle beschreiben unterschiedliche Stadien desselben Prozesses – vom Verlust der Vorspannung bis zur durchgeriebenen Stelle an Spitze oder Obermaterial. Eingekletterte Kletterschuhe dagegen stehen im Glossar für den positiven Fall: einen Schuh, der sich an die eigene Fußform angepasst hat und dadurch präziser und bequemer geworden ist.

    In Vorbereitung

Häufige Fragen

Was bedeutet Asymmetrie bei einem Kletterschuh?

Asymmetrie bezeichnet die zunehmend bananenförmige Krümmung eines Kletterschuhs. In der Regel folgt sie, abseits der Extreme, der natürlichen Krümmung des Fußes.

Aus dem Testarchiv: Kletterschuh-Glossar

Was ist der Unterschied zwischen Minimalgröße und Optimalgröße?

Minimalgröße ist die Größe, bei der man gerade noch in den Schuh hineinkommt und noch vernünftig klettern kann – meist mit spürbaren Schmerzen. Optimalgröße ist der Kompromiss aus performancebedingter Enge und größtmöglichem Komfort, bei dem der Fuß unterstützt, aber nicht in seiner Funktion behindert wird.

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Warum ist die Zehenbox so wichtig für die Passform?

Die Zehenbox ist der Teil des Schafts, der die Zehen beherbergt. Nach dem Glossar entscheidet gerade dieser Bereich in erster Linie darüber, ob ein Kletterschuh passt oder nicht.

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Was ist ein Slipper, und wie unterscheidet er sich von einem Velcro-Schuh?

Ein Slipper, auch Ballerina genannt, hält nur über ein Gummiband am Rist am Fuß und gilt als besonders bequeme und sensible Form. Velcro-Schuhe mit Klettverschluss lassen sich dagegen schnell an- und ausziehen und bieten meist eine mittelsteife, vielseitig einsetzbare Sohlenkonstruktion.

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Was bewirkt Vorspannung im Schuh?

Vorspannung ist optisch der Hohlraum zwischen Sohle und Boden im Bereich des Fußgewölbes. Funktionell unterstützt sie die natürliche Arbeitsweise des Fußes und ermöglicht eine höhere Kraftentfaltung – eine moderate Vorspannung kann laut Glossar auch im Anfängerbereich sinnvoll sein, nicht nur bei Profis.

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Welche Fehlstellungen werden im Zusammenhang mit engen Kletterschuhen genannt?

Genannt werden unter anderem Hallux Valgus, bei dem der große Zeh im Grundgelenk nach außen abknickt, sowie Hammerzehen und Hühneraugen als Folge von dauerhaftem Druck auf die Zehengelenke. Das Glossar weist bei Hallux Valgus ausdrücklich auf das Risiko einer Operation hin.

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Was ist der Unterschied zwischen Leder und Kunstleder?

Leder ist das älteste und natürlichste Schuhmaterial, hat aber als echten Nachteil seine Dehnung, die beim Kauf mit einkalkuliert werden muss. Kunstleder ist dagegen dehnungsarm und formstabil, dafür fehlen ihm die natürlichen Eigenschaften des Leders wie die Atmungsaktivität.

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Was bedeutet es, wenn ein Kletterschuh als „durchgeklettert“ beschrieben wird?

Durchgeklettert bedeutet, dass die Sohle durch mechanische Belastung nicht nur dünner, sondern auch weicher geworden ist – erkennbar an einem sich anbahnenden Loch an der Spitze oder einer bis zur Zwischensohle abgenutzten Sohle.

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