Die Größe auf dem Etikett eines Kletterschuhs ist eine Zahl, die wenig über die tatsächliche Passform aussagt. Zwei Hersteller können bei identischer Zahl spürbar unterschiedliche Schuhe bauen, weil jeder auf einem eigenen Leisten fertigt. Wer von einem Modell auf ein anderes wechselt, kann sich deshalb selten allein auf die gewohnte Größe verlassen.
An dieser Stelle könnte eine Tabelle stehen, die für jedes getestete Modell den Versatz zur Straßenschuhgröße angibt. Es gibt sie noch nicht – und sie wird nicht aus Schätzungen entstehen, sondern aus den Größenangaben, die Leserinnen und Leser für die Modelle melden, die sie selbst tragen oder getragen haben. Aus vielen einzelnen Meldungen soll sich pro Modell ein Median-Versatz ergeben: wie viele halbe oder ganze Nummern kleiner oder größer ein Modell typischerweise ausfällt.
Damit eine solche Zahl überhaupt etwas aussagt, braucht es eine Mindestmenge an Meldungen. Ein einzelner Erfahrungswert kann täuschen – ein zu breiter oder zu schmaler eigener Fuß, eine ungewöhnliche Sockendicke, ein bewusst enger oder bewusst lockerer Kauf. Erst wenn genug unterschiedliche Meldungen für ein Modell vorliegen, wird aus einer einzelnen Meinung eine belastbare Tendenz.
Diese Seite erklärt deshalb zunächst die Begriffe und Zusammenhänge, die eine Größenangabe bei Kletterschuhen überhaupt beeinflussen. Die Zahlen selbst liefert das Werkzeug, sobald genug Meldungen vorliegen.